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Brecht, Bertolt & Weigel, Helene

Bertolt Brecht (1898 – 1956)
Dramatiker, Künstlerischer Leiter des Berliner Ensembles (1949 – 1956) und Begründer des Epischen Theaters

Helene Weigel (1900 – 1971)
Schauspielerin und Intendantin des Berliner Ensembles (1949 – 1971)

Hanne Hiob (1923 – 2009)
Schauspieler /// Tochter von Bertolt Brecht und seiner ersten Frau Marianne Zoff
Dorotheenstädtischen Friedhof (Berlin) /// Abteilung CAM

„Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“ /// Der gute Mensch von Sezuan

Fotothek_df_Pk_89 Bertolt Brecht

Brecht und Weigel lernten sich 1923 kennen. Nach der Geburt von Stefan 1924, der Heirat 1929 und der Geburt der Tochter Barbara 1930 lebte die Familie von 1933 bis 1948 in der Emigration (u.a. Schweiz, Dänemark, Schweden, Finnland und USA). Als AntifaschistInnen verließen sie Deutschland mit der Machtübernahme der Nazis. 1949, ein Jahr nach ihrer Rückkehr nach (Ost-)Berlin, gründen die beiden das Berliner Ensemble.

“Wir waren nicht das, was sie wollten, aber sie wollten auch nicht verlieren, was sie mit uns hatten.” /// Helene Weigel

Brechts Stücke – Mutter Courage und ihre Kinder, Die Mutter, Die Dreigroschenoper, Herr Puntila und sein Knecht Matti, Der kaukasische Kreidekreis, uvm. – werden vor allem durch die Theater-Tourneen mit Helene Weigel europaweit bekannt. Brecht starb am Brecht 14. August 1956 an Herzversagen. Zu seinem Grabstein soll er sich wie folgt geäußert haben: Es sollte einer sein, „an den ein Hund gern pinkeln würde“. Helene Weigel starb 15 Jahre nach seinem Tod am 06. Mai 1971.

Brechts Episches Theater
Für sein Theater des wissenschaftlichen Zeitalters wendet sich Brecht vom aristotelischen Dramenkonzept ab und versucht eine nichtarestotelische Dramatik zu entwickeln. Die epische Dramatik soll dem Publikum Zusammenhänge unabhängig von Ort und Zeit aufzeigen. Laut Brecht muss sich das Theater in der Wirklichkeit engagieren, um „wirkungsvolle Abbilder der Wirklichkeit herstellen zu können und zu dürfen“. Der aristotelischen Vorstellung von Katharsis stellt Brecht die „Unreinheit“ bzw. Widersprüchlichkeit gegenüber. Statt Sachverhalte über „Idealfälle“ verhandeln, sollen auf der Bühne Experiment und Gegenexperiment stattfinden können.

„Das … Leben, … … … / Ich habe unter uns genug davon / Kein Vögelchen von hier bis Babylon / Vertrüge solche Kost, nur einen Tag / Was hilft da Freiheit, es ist nicht bequem, / Nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm.“ /// Mackie Messer aus Die Dreigroschenoper

Titelfoto von @FrauKulli
Foto Bertolt Brecht: Bundesarchiv, Bild 183-W0409-300 / Kolbe, Jörg / CC-BY-SA
Foto Helene Weigel: Deutsche Fotothek‎ / CC-BY-SA

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Dieser Beitrag wurde am 13/12/2012 um 20:55 veröffentlicht. Er wurde unter Fundstück abgelegt und ist mit , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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