totenstalking

Brust, Amalie

Österreichische Kommunistin und Widerstandskämpferin (1910 – 1944)
Gedenkstätte Frauenkonzentrationslager Ravensbrück /// Mauer der Nationen

Amalie Brust war Mitglied in der Freien Gewerkschaft und im Kommunistischen Jugendverband (KJV) in Wien. Zwischen 1930 und 1937 wurde sie mehrmals wegen ihrer politischen Aktivitäten verhaftet und zu Arreststrafen verurteilt. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Großbritannien, kehrte sie 1939 nach Wien zurück. 1941 wurde sie aufgrund ihrer Tätigkeiten im KJV zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Zunächst wurde sie im Frauengefängnis Aichach (bei München) inhaftiert. Kurze Zeit später wurde sie ins KZ Ravensbrück eingewiesen, wo man sie am 17. November 1944 vergaste. Über ihre Biographie ist leider nicht mehr bekannt.

Frauenkonzentrationslager Ravensbrück  (1939 – 1945)
Befreit am 30. April 1945 von der Roten Armee.

Das (Frauen-)Konzentrationslager Ravensbrück wurde 1939 von der SS errichtet und bis 1945 mit 40 Außenlagern erweitert. Innerhalb des Lagers wurden Produktionshallen (Schneiderei, Weberei, Flechtwerksatt) errichtet, neben dem Konzentrationslager hat die Firma Siemens & Halske zwanzig Werkhallen gebaut. Die Häftlinge wurden zur Zwangsarbeit herangezogen. Die deportierten Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma sowie politisch Verfolgte kamen aus über 40 Nationen. Bis 1942 wurden viele Häftlinge in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt in Bernburg an der Saale gebracht („Aktion 14f13“) und vergast. 1944 wurde eine provisorische Gaskammer auf dem KZ-Gelände gebaut. Kurz vor dem Eintreffen der Roten Armee wurden die Häftlinge (bis auf ca. 2300 erkrankte) auf  einen Todesmarsch getrieben. Am 3. Mai 1945 konnten die sowjetischen Einheiten diesen einholen und ebenfalls befreien.

Bis zur Befreiung wurden Zehntausende Frauen und Kinder ermordet. Die genauen Opferzahlen sind bis heute nicht geklärt. 1946 wurde die Zahl auf 92.000 Frauen geschätzt. Mittlerweile geht man von ca. 28.000 Toten aus (ohne die nicht dokumentierten Opfer des Todesmarsches).

Informationen zur Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück findet ihr auf der offiziellen Homepage.

Titelbild „Mauer der Nationen“ von Norbert Radtke unter Creative Commons.
Artikelbild: Bundesarchiv, Bild 183-N0425-0343 / Otto Donath / CC-BY-SA.

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Dieser Beitrag wurde am 17/11/2012 um 17:04 veröffentlicht. Er wurde unter Denkmal, Einzelperson, Fundstück abgelegt und ist mit , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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