totenstalking

Necropolis

Viktorianischer Friedhof in Glasgow
55° 51′ 45″ N, 4° 13′ 50″ W

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Der viktorianische Friedhof in Glasgow diente im 17. Jahrhundert als Ackerland, im 18. Jahrhundert wurde er zu einem Park umgestaltet, in dem 1825 ein Denkmal für John Knox (Mitbegründer der Presbyterianischen Kirchen) errichtet wurde. 1831 beschlossen die damaligen BesitzerInnen (Merchants‘ House of Glasgow) den Park in einen Gartenfriedhof nach Pariser Vorbild umzuwidmen. Um den Park als privaten Friedhof zu führen, musste eine gesetzliche Änderung folgen, die den Profit mit Begräbnissen ermöglichte. 1832 fand die erste Bestattung statt – der Juwelier Joseph Levi wurde im Nordwesten des Parks begraben. Der Jüdische Friedhof wurde bereits 1851 für „voll“ erklärt. Das erste christliche Begräbnis wurde 1833 durchgeführt. Nach mehreren Landankäufen ist der Friedhof heute 15 Hektar groß und beherbergt ungefähr 3500 Gräber. Die Brücke „Bridge of Sighs“ verbindet den Friedhof mit der angrenzenden Kathedrale (St. Mungo’s Cathedral). Seit 1966 verwaltet die Stadt Glasgow den Friedhof.

Berühmte Tote lassen sich nicht viele finden, u.a. sind dort der Bleichmittel-Erfinder Charles Tennant (1768 – 1838) und der Schauspieler und Intendant John Henry Alexander (1792 – 1851) begraben. Auf dem Glasgow Necropolis befinden sich 18 Kriegsgräber, 13 aus dem Ersten Weltkrieg und 5 aus dem Zweiten Weltkrieg, die von der Commonwealth War Graves Commission erhalten werden.

Necropolis verzaubert vor allem durch seine Aussicht und den Rundum-Blick über ganz Glasgow. Ein Spaziergang durch die Parkanlage lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Und spätestens beim Anblick der eindrucksvollen Gräber und Gruften aus dem viktorianischen Zeitalter und dem überdimensionierten Denkmal an John Knox kommt mensch nicht mehr aus dem Staunen heraus. Der Komiker und Schauspieler Billy Connolly sagte einst über seine Heimatstadt: „Glasgow is a bit like Nashville, Tennessee. It doesn’t care much for the living, but it really looks after its dead.“ Nach einem Besuch wisst ihr, wovon er spricht.

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Dieser Beitrag wurde am 24/10/2012 um 21:21 veröffentlicht. Er wurde unter Friedhof abgelegt und ist mit , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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